Boedecker.Colleagues
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Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen
 
Zusammenhalt von Familie und Unternehmen sichern

Hamburg, 12. Juni 2012. Um Familienunternehmen über Generationen zu erhalten, sollte die Übergabe von Führung und Anteilen langfristig und nachvollziehbar gestaltet werden. Nur so lassen sich Fortgang und Selbsterhalt des Unternehmens sichern. Dies ist ein Ergebnis des ersten Workshops zur Unternehmensnachfolge, den Boedecker.Colleagues mit mittelständischen Unternehmern und ihren potenziellen Nachfolgerinnen und Nachfolgern in Hannover durchführten. Der nächste Workshop „Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen“ ist bereits für den Herbst 2012 in Hamburg geplant.

Zu Beginn des Workshops in Hannover hatte Jürgen M. Boedecker zunächst unterschiedliche Möglichkeiten der internen und externen Unternehmensnachfolge vorgestellt. Die anschließende Diskussion verdeutlichte, dass es keine allgemeingültigen „Patentlösungen“ gibt. Während die Mehrheit der Unternehmer am liebsten eine familieninterne Unternehmensfortführung sieht, ist für die potentiellen Nachfolgerinnen und Nachfolger dieser Schritt „nicht mehr selbstverständlich“. Auch bei einer „engen emotionalen Verbundenheit“, ist die Übernahme von unternehmerischer Verantwortung an spezifische Erwartungen geknüpft. Zumindest für einzelne Workshop-Teilnehmer waren rein finanzielle Beteiligungen am Familienunternehmen oder einem größeren Unternehmenszusammenschluss „denkbare Option“. Diese solle familienintern diskutiert und bewertet werden.

Breiten Raum nahmen vor diesem Hintergrund auch Auswahl und Vorbereitung von potentieller Nachfolgerin bzw. Nachfolger in der Unternehmensleitung ein. Sie ist wesentlicher Aspekt des von Boedecker.Colleagues vorgestellten strukturierten Nachfolgeprozesses. An Nachfolger aus dem Familienkreis sollten die Anforderungen gestellt werden, die auch ein Fremd-Geschäftsführer erfüllen müsse. In diesem Punkt waren sich die Workshop-Teilnehmer schnell einig. Jedoch müssten die Nachfolgekriterien frühzeitig verbindlich festgelegt sein. Familieninterne Nachfolger sollen ausreichend Gelegenheit haben, sich die notwendigen Kompetenzen anzueignen und unter Beweis zu stellen. Insbesondere mit Blick auf die sogenannten „Soft-Skills“ sei es wichtig, dass während einer Vorbereitungszeit im Unternehmen der Senior die Autorität des Nachfolgers nicht „ungewollt untergräbt“.

Vorbereitung und Auswahl des Geschäftsführers lassen sich unter anderem über eine Familienstrategie regeln. Insbesondere bietet sich diese für reifere Familienunternehmen mit einer größeren Zahl von Anteilseignern an, um Konflikte zu vermeiden oder zu lösen. Im Rahmen des Workshops stellte Boedecker dieses Konzept und seine Ausgestaltungsmöglichkeiten vor.

Durch die - auch als „Family Business Governance“ bezeichnete - Verständigung der Gesellschafter auf gemeinsame Ziele, Werte und Vorgehensweisen seien Führung und Kontrolle im Familienunternehmen sowie der Zusammenhalt der Unternehmerfamilie nachweislich zu optimieren. Regelungsgebiete seien neben der Übergabe von Führungsrolle und Anteilen unter anderem die Mitarbeit von Familienmitgliedern im Unternehmen, Ergebnisverwendung sowie Bildung von Aufsichtsrat oder Beirat. Insbesondere bei größeren Inhaberfamilien sollten Vereinbarungen für regelmäßige Familientreffen, Aus- und Weiterbildung der Gesellschafter, Family Office und gesellschaftliches Engagement hinzutreten.

Abschließend stimmten die Workshop-Teilnehmer darin überein, dass zumindest die Alleininhaber von Familienunternehmen theoretisch große Freiheiten bei der rechtlichen Ausgestaltung der Unternehmensübergabe haben. Um nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und damit den Selbsterhalt des Unternehmens zu sichern, sei neben der vielfach diskutierten steuerlichen Optimierung aber insbesondere eine frühzeitige Verständigung mit und in der nachfolgenden Generation notwendig. Der Workshop „Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen“ habe dazu wertvolle Hinweise gegeben.

Boedecker.Colleagues wurden im Jahr 2000 in Hamburg gegründet. Das Beratungs- und Serviceangebot für Unternehmensübergabe und -übernahme entwickelte sich aus den Beratungsfeldern Unternehmensfinanzierung sowie Strategieentwicklung und –implementierung. Es ergänzt die auf die formale Übertragung von Unternehmensanteilen ausgerichteten Leistungen von Steuerberatern und Rechtsanwälten. Weitere Informationen zur Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen finden Sie auf der Website von Boedecker.Colleagues (http://goo.gl/9ggOE).

Boedecker.Colleagues
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